Spenden statt Entsorgen

08.02.2017

„Mehrwert“ vom Recyclinghof

Freude über die Zusammenarbeit: TBZ-Geschäftsführer Heiko Ewen, „mehrwert“-Geschäftsführerin Wiebke Stengel-Muhl und der Vorsitzende des TBZ-Verwaltungsrats, Arne Rüstemeier. Foto: Bohlen

Flensburg (mb) – Auf allen Flensburger Recyclinghöfen stehen jetzt „Mehrwert“-Anhänger: Hier sollen die guten Sachen hinein, die zum Wegwerfen eigentlich noch zu schade sind, beispielsweise gut erhaltene Möbel, Spielzeug oder Elektrogeräte. Die dann direkt vom Flensburger Sozialkaufhaus „mehrwert“ in der Steinstraße abgeholt und an Bedürftige günstig weiterverkauft werden: „Die ersten Sachen wurden schon abverkauft“, sagt „mehrwert“-Geschäftsführerin Wiebke Stengel-Muhl, die besonders erfreulich findet, dass dadurch „Bürger neugierig wurden auf unsere Einrichtung und Spenden schon direkt abgegeben haben“. Der Erlös kommt der Arbeit des Trägers der Einrichtung, dem Diakonischen Werk, zu Gute. „Unglaublich, dass uns das nicht selbst eingefallen ist“, finden Arne Rüstemeier, Vorsitzender des TBZ-Verwaltungsrates und Heiko Ewen, Geschäftsführer des TBZ. Die Idee, bestehende Strukturen zum Direkt-Recycling zu nutzen, „ist in Hamburg längst gelebte Praxis.“
Nur wirklich gut Erhaltenes gehört in die neuen Anhänger, die deutlich gekennzeichnet sind: „Unsere Mitarbeiter haben da schon ein Auge drauf“, so Thorsten Prüßmeier, TBZ-Leiter der Abfallwirtschaft, der die Idee mit an die Förde brachte, „grundsätzlich entscheiden die Bürger aber selbst, was sie für noch brauchbar und marktfähig erachten.“

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