Schiffahrtsmuseum Nordfriesland

01.02.2017

Wo Anker und Tonnen Zuhause sind

Museumsleiterin Karin Cohrs vor einem älteren Krabbenkutter. Fotos: Kasparek

Strahlt mit neuer Fassade wieder in alter Pracht, das „Schiffahrtsmuseum Nordfriesland“.

Husum (kk) – Die neue Fassade  des „Schiffahrtsmuseum Nordfriesland“ strahlt genauso wie seine  Museumsleiterin Karin Cohrs. Gut ein halbes Jahr war die Westseite des Museums hinter einer täuschend ähnlichen Fotofassade verborgen worden. Die in den Innenräumen aufgetretenen Feuchtigkeitsschäden konnten beseitigt werden. Spezialfirmen haben die Fugen komplett ausgekratzt und erneuert, sowie die Sandsteinschichten wasserfest imprägniert. Hinter der Fotofassade konnten die diversen Trocknungsphasen unabhängig vom zeitweise feuchtem Sommer gut abgewartet werden.
„Das 1902 errichtete Gebäude hat das Problem, mit der Westfassade ständig der salzhaltigen Nordseeluft ausgesetzt zu sein“, so Karin Cohrs. Nachdem vor Jahren der Nordgiebel erfolgreich saniert wurde, hofft man nun erst einmal auf eine bauliche Pause. Aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde auf die Einrichtung einer neuen Sonderausstellung vorerst verzichtet. Für 2017 ist allerdings die nächste Sonderausstellung mit dem Titel „Schleswig-Holstein − Meerumschlungen“ in Planung. Aber mal abgesehen von zukünftigen Sonderausstellungen, aktuell läuft noch die Sonderausstellung „Zu Besuch im Hamburger Hafen“, in der im 2. Stock des Museums die Geschichte des Hamburger Hafen dargestellt wird. Anhand von zahlreichen Schiffsmodellen, Gemälden und vielen See- und Landkarten, die den Elbverlauf und die Lage des Hafens sehr anschaulich darstellen, wird dem Besucher ein interessanter Überblick über die Entstehung des Hamburger Hafens geboten. Immer wieder faszinierend aber auch die Ausstellung in den anderen Museumsräumen. Hier schafft es Karin Cohrs immer wieder, eine vielseitige und umfangreiche maritime Sammlung in geschichtlichen Zusammenhängen zu präsentieren. Ob regionaler Schiffbau, Historische Segler, Seenotrettungsdienst oder die heimische Fischerei, jedes Thema wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Sehenswert auch das Freigelände am Husumer Binnenhafen und an der Zingelschleuse mit alten Schiffsmodellen, einem kompletten Ruderhaus, Tonnen und Baken, einer historischen Ankersammlung und nicht zuletzt dem historischen Quermarkenfeuer von Hörnum, Baujahr 1904. Alles liebevoll betreut und intelligent aufgebaut von der Museums-Chefin Karin Cohrs, die sich auf viele Besucher freut.

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