Nordfriesland jetzt im Bündnis für Akzeptanz und Respekt

08.02.2018

Unterzeichnung mit Familienminister Dr. Heiner Garg

Dr. Heiner Garg, Katrin Samulowitz, Siegfried Puschmann, Dieter Harrsen, Simone Ehler, Danny Clausen-Holm, Andreas Witolla, Kirsten Schöttler-Martin (v.l.). Foto: Privat

Husum (mm) - Der Kreis Nordfriesland ist dem »Bündnis für Akzeptanz und Respekt in Schleswig-Holstein« beigetreten. Im Beisein von Familienminister Dr. Heiner Garg unterzeichneten der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann und Landrat Dieter Harrsen am 8. Februar im Husumer Kreishaus die »Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt«.

„Damit wollen wir ein Zeichen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt setzen. Nordfriesland steht nicht für Ablehnung und Angst, sondern für Verständnis, Akzeptanz und Chancengleichheit. Das schließt selbstverständlich den Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Selbstbestimmung ein“, erklärte Siegfried Puschmann. Grundlage war ein Kreistagsbeschluss vom Juli 2015, der auf Antrag der Grünen-Fraktion gefasst wurde. Familienminister Dr. Heiner Garg begrüßt den offiziellen Akt: »Mein Ziel ist ein offenes Schleswig-Holstein, in dem ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung und des Respektes herrscht. Das gilt für alle Menschen. Mit dem Aktionsplan Echte Vielfalt hat das Land ein Zeichen gesetzt. . Ich freue mich sehr, dass dem Bündnis für Akzeptanz und Respekt bereits 30 Vereine, Kommunen, private Arbeitgeber und politische Organisationen beigetreten sind und hoffe, dass es noch mehr werden. Wir sind noch nicht am Ziel echter Gleichstellung in allen Bereichen, aber wir kommen diesem Ziel Schritt für Schritt gemeinsam näher.“

Der Vorstandssprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein, Danny Clausen-Holm, hob die Bedeutung der Ehe für alle hervor, die als sehr positives Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel zu sehen sei. „Trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun: Menschen mit anderer sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität berichten immer wieder, dass andere ihnen mit Intoleranz, teils sogar mit offenem Hass begegnen. Deshalb freue ich mich über das deutliche Signal für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen, das der Kreis Nordfriesland heute gesetzt hat.“

Die Lübecker Erklärung fußt auf Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes, aber insbesondere auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, nach dem »Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen« sind.

„Dieser Text ist eigentlich eine Aneinanderreihung von Selbstverständlichkeiten«, betonte Landrat Dieter Harrsen. »Unterschiedlich zu sein, stellt kein Problem, sondern eine Bereicherung dar. Deshalb fehlt mir jegliches Verständnis, wenn manche es an Akzeptanz und Respekt fehlen lassen. Mit unseren Unterschriften erteilen wir der Ausgrenzung und Benachteiligung von Minderheiten eine glasklare Absage“.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – der LSVD will, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Das Bündnis für Akzeptanz und Respekt ist ein wichtiger Teil des Aktionsplans Echte Vielfalt, zu dem der Landtag die Landesregierung beauftragt hatte. Seit der Auftaktveranstaltung des Aktionsplans 2014 im Landeshaus konnten bereits zahlreiche Bündnispartner gewonnen werden. Die Partnerinnen und Partner des Bündnisses zeigen nicht nur als Ar-beitgeberinnen und Arbeitgeber, sondern als ganze Städte und Regionen, dass bei Ihnen Vielfalt willkommen ist.

Parallel zum Beitritt finden in Nordfriesland weitere Aktionen statt: Vom 02.02. – 28.02.2018 wird die Ausstellung „Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ in der Theodort-Storm-Str. 2 in Bredstedt zu sehen sein. Am 08.02.2018, 19:00 Uhr, wird in diesen Räumen dazu eine Vernissage mit musikalischer Begleitung stattfinden, mit Grußworten des Amtsvorstehers des Amtes Mittleres Nordfriesland, Herrn Hans-Jakob Paulsen, und der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Christine Friedrichsen, der Vorstellung der Initiative „Westküste denkt queer“ und der Künstlerin Kathrin Stahl. Am 15.02.2018, 19:00 Uhr, Hafenstr. 17, Husum, findet der Bündnisbeitritt des Kreises Nordfriesland durch ein Poetry Slam mit Mona Harry statt. Beide Aktionen finden im Rahmen des Aktionsplans Echte Vielfalt statt und werden von der Initiative „Westküste denkt queer“ organisiert.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

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