Mit Theater den Weg zu Storm öffnen

12.09.2018

Stormpreis für Frank Düwel

Freuen sich gemeinsam auf den Storm-Preisträger Frank Düwel (Mitte): Philipp Theisohn und Christian Demandt für die Storm-Gesellschaft (l.) sowie Uwe Schmitz und Martin Kindl für die Stadt Husum. Foto: Klein

Husum/NF (hk) – „Ich komme Storm Stück für Stück näher, aber es wird eine Lebensaufgabe bleiben“, zitierte Christian Demandt in seiner Laudatio den diesjährigen Träger des Storm-Preises Frank Düwel. Es sei, so der Sekretär der Storm-Gesellschaft weiter, für alle zum Glücksfall geworden, dass der heutige Hamburger Regisseur als pubertierender Meldorf Schüler die Geschichte von Hauke Haien für sich entdeckt habe, dass er zunächst draußen am Deich seine „Wut im Bauch über Gott und die Welt und sich selbst“ hinaus geschrien und anschließend bei der Lektüre des Schimmelreiters gemerkt habe: „Ich bin nicht allein!“
Auf seiner langen Annäherungsreise habe Düwel aber nicht nur den Dichter lebendig werden lassen („und dafür wird der Storm-Preis ja verliehen“), sondern er habe auch viele Akteure aus den unterschiedlichsten Lebenswelten in seinen Weg einbezogen, manchmal sogar eine ganze Stadt wie in Husum für „Storm – das Meer – die Geister – Du“ – oder ein ganzes Dorf wie in Hademarschen für die Schimmelreiter-Trilogie spielen lassen.

Mit einem Dramaturgen würdige man in der 20-jährigen Geschichte der Preisverleihung erstmals jemanden aus dem Bereich Theater, hatte der Präsident der Storm-Gesellschaft, Philipp Theisohn, es zuvor als besonders inspirierend empfunden, aus Storms „Texten etwas zu machen, was mit Handlung zu tun hat.“
Der Preisträger selbst zeigte sich, als Bürgervorsteher Martin Kindl und Bürgermeister Uwe Schmitz ihm die Auszeichnung vor rund 100 Gästen in der Aula des Hotel Altes Gymnasium überreichten, „gerührt und sehr bewegt“. Tanzend, sprechend, lauschend, Nachbilder auf sich wirkend lassend – seine Art, sich Storm zu nähern, sei ein nie endender Prozess. Beginne dann aber die eigentliche Arbeit, habe er den Eindruck, dass sich „das Theater ganz zärtlich um das Werk und den Dichter legt.“
Der Theodor-Storm-Preis wird alle vier Jahre von der Stadt Husum verliehen und ist mit 8.200 Euro dotiert.

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