40. Dienstjubiläum von Volker Mommsen

14.05.2018

Halligmensch mit weitem Horizont

Was ist die beste Gelegenheit, um das vierzigste Dienstjubiläum eines Wasserbauers zu würdigen? Natürlich eine Deichschau! Bei der Frühjahrsdeichschau (3. Mai) auf Hallig Gröde ließ es sich Johannes Oelerich, Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH), nicht nehmen, Volker Mommsen zu seinem besonderen Jubiläum zu gratulieren: „Vier Jahrzehnte an vorderster Front Küstenschutz zu betreiben verdient größten Respekt. Als Wasserbauer und drei Jahrzehnte auch als Bürgermeister von Gröde hat Volker Mommsen gezeigt, dass er viel mehr als Küstenschutz kann. Er ist bodenständig, engagiert und hilfsbereit, aber auch ein Halligmensch mit weitem Horizont - und die Zusammenarbeit mit ihm ist immer eine Freude“, so Oelerich.
 
Mommsen ist auf Gröde aufgewachsen. Nach einigen Jahren auf dem Festland kam er, inzwischen ausgebildeter Landmaschinenmechaniker und mit seiner Moni verheiratet, auf die Hallig zurück und begann für das damalige Amt für Land- und Wasserwirtschaft zu arbeiten.
 
Meist sechs Wasserbauer arbeiteten damals auf Gröde, heute sind es drei. Ihre Hauptaufgabe sind Instandhaltungsarbeiten, die an allen Küstenschutzbauwerken immerzu erforderlich sind. Besondere Freude hat Volker Mommsen allerdings an größeren Bauvorhaben, die durch den Einsatz spezieller Maschinen und vieler Arbeiter eine gute Vorplanung verlangen. Das war etwa der Fall, als Ende der 1990er Jahre die tief liegenden Flächen zwischen den Halligteilen Gröde und Appelland über Jahre erhöht wurden.
 
Die Arbeit von Volker Mommsen und seinen LKN-Kollegen auf Gröde war - auch wenn sie nie ein Ende haben wird - sehr erfolgreich: Die Hallig ist heute in einem viel besseren Zustand als vor 40 Jahren und mit der durchgehenden Steinkante gut geschützt.
 
„Der Kopf will mitunter mehr als der Körper kann“, sagt Volker Mommsen angesichts der schweren körperlichen Arbeit. Der fitte 59-Jährige will die Arbeit, die er immer sehr gern gemacht hat, nun ein wenig ruhiger angehen. „Wir brauchen bald kräftige junge Kollegen“, sagt er und denkt an die vielen Sturmfluten, die er erlebt hat, daran, wie dabei das Wasser in seinem Haus stand und an die Zukunft seiner Hallig. Sein Bürgermeisteramt wird er in wenigen Tagen, nach über 30 Jahren, abgeben. Als Küstenschützer wird er aber weiter arbeiten. Foto: Privat
 

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